Dorfkirche in Lübars
Lübars wird seit 1247 urkundlich erwähnt. Anfangs hatte das Dorf eine Holzkirche, welche später zu einer gemauerten Fachwerkkirche wurde. Diese brannte 1790 ab und wurde in den Folgejahren durch einen barocken Steinbau ersetzt, der an gleicher Stelle enstand. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche beschädigt und Anfang der 1950er Jahre restauriert. Heute steht die Kirche unter Denkmalschutz.

Durch Restaurierungen im Jahr 1983 wurde der Putz freigelegt und darunter fanden sich historische Zeugnisse der Baugeschichte. Der Altar aus Barockzeiten stammt aus der abgerissenen Gertraudenkirche am Spittelmarkt, der Taufstein mit einer versilberten Messingschale aus dem Jahre 1967.
Der Eingangsbereich der Kirche steht tagsüber offen und kann besucht werden. Hier hat man einen Blick in den Kirchraum, außerdem befindet sich hier Informationsmaterial zur Geschichte der Kirche.
Im quadratisch gestalteten, zweigeschössigen Turm hängen drei Glocken, eine weitere Glocke findet sich im Eingangsbereich der Kirche.

An der Südseite gibt es einen über 200 Jahre alten Maulbeerbaum, der auf Geheiß Friedrich des Großen hier gepflanzt wurde. Damit sollte die Produktion von Seide in Preußen gefördert werden.
Alte Grabsteine
Rund um die Kirche finden sich diverse alte Grabsteine:
Grabsteine hinter der Kirche
- Wilhelmine Qunlitz (geb. Schulze): *1832, †1912
- Christian Qunlitz: *1827, †1899
Grabsteine am Seiteneingang
- Carl Friedrich Rosentreter: *1821, †1891
- Carl Herman Julius Rathenow: *1859, †1893
- Friedrich Ernst Christian Rathenow: *1824, †1886
- Wilhelmine Auguste Rathenow (geb. Müller): *1831, †1903
- Friedrich Neuendorf: *1833, †1893
- Wilhelmine Neuendorf (geb. Ziekow): *1846, †1929
- August Zabel-Krüger: *1834, †1915 (nach ihm wurde 1937 der Zabel-Krüger-Damm benannt)
- Marie Zabel-Krüger: *1839, †1918
- Wilhelm Kühne: *1828, †1883
- Karoline Kühne (geb. Müller): *1837, †1906

Grabstein an der Westseite
- Ernst Bondirk: *1836, †1892 (Gründer der Landhauskolonie Waidmannslust)
Der Grabstein steht einzeln leicht verdeckt unter einem Baum an der Westseite der Kirche
Weitere Grabsteine
Einige Grabsteine sind nicht mehr so gut erhalten dass die Inschrift noch lesbar ist.
In der unmittelbaren Nähe
Unmittelbar neben der Kirche, in Richtung des des Altars, befindet sich die ehemalige Dorfschule. Das Gebäude mit zwei Klassenzügen beherbergt heute eine Grundschule für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung.
Auf der anderen Seite hinter der Grundschule befindet sich die Freiwillige Feuerwehr Lübars mit einem alten Schlauchturm.
Neben diesen beiden Gebäuden, auf der von der Kirche abgewandten Seite ist der Lübarser Dorfmarkt. Hier findet jeweils Sonntag ein Dorfmarkt statt.
Vor der Kirche auf dem Platz, unmittelbar links neben dem Weg zur Kirche findet sich die Kaiser und Friedens-Eiche. Dieser Baum wurde 1897 vom Schützenverein zum 25. Bestehen des Vereins gepflanzt.

Auf dem Platz liegt ein großer Findling der dort 1956 installiert wurde.

Weiterhin befinden sich auf dem Platz eine Wasserpumpe (Nummer 42) sowie eine gelbe Telefonzelle mit der Aufschrift “Fernsprecher”. Die Telefonzelle ist heute nicht mehr in Betrieb, dafür ist dort eine Bücherbox zu finden in der man kostenlos Bücher einlegen und entnehmen kann.

Wie kommt man nach Lübars
Der Ort ist mittels Bus vom S-Bahnhof Waidmannslust und vom Wilhelmsruher Damm zu erreichen.
Durch den Ort führt der Barnimer Dörferweg, eine beliebte Wanderstrecke.
Weitere Informationen
- Evangelische Kirchengemeinde Lübars (Evangelische Kirche in Reinickendorf)
- Dorfkirche Lübars (Wikipedia)
- Barnimer Dörferweg (Wikipedia)
- Denkmaldatenbank: Dorfanger Alt-Lübars (berlin.de)
- Dorfkirche (OpenStreetMap)
Fotos
Alle Fotos von Andreas Scherbaum.
In der Nähe
- Dorfschule in Lübars (0.07 km)
- Eisdiele Angelina in Lübars (0.36 km)
- Osterquelle in Lübars (0.7 km)
- Köppchensee (0.89 km)
- Eichwerder Steg im Tegeler Fließ (1.46 km)
- Bahnhof Berlin-Rosenthal (2.14 km)
- Berlin-Bird von George Wyllie (2.71 km)
- Koppelschänke in Schönfließ (2.75 km)
- Bigpan Restaurant in Hermsdorf (2.94 km)
- Wächter der Zeit in Glienicke/Nordbahn (3.65 km)
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Land/Region: Deutschland / Berlin Lübars
Adresse: Alt-Lübars 11, 13469 Berlin, Deutschland
Koordinate: 52.620645, 13.357151, öffne diese Koordinate in:
Da ist ein Geocache (GCR36F) in der Nähe.
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