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Polnisches Ehrenmal in Hohen Neuendorf

  •  October 30, 2024
  • Inhalt: 🇩🇪

Das Polnische Ehrenmal befindet sich an der Käthe-Kollwitz-Straße in Hohen Neuendorf, in der Nähe des S-Bahnhofs. Die Gedenkstätte wurde am 11. Oktober 1978 eingeweiht und ist nach Plänen des Warschauer Bildhauers Bogdan Chmielewski entstanden. Mit dem Denkmal wird den Soldaten der 1. Polnischen Infanteriedivision „Tadeusz Kościuszko“ gedacht, die im April 1945 die Stadt Hohen Neuendorf erobert und von den Nationalsozialisten befreit haben.

Polnisches Ehrenmal

Das Ehrenmal wurde im Gedenken an die polnischen Gefallenen am 11. Oktober 1978 eingeweiht. Es wurde vom Warschauer Bildhauer Bogdan Chmielewski am heutigen Standort in der Käthe-Kollwitz-Straße Kreuzung Helenestraße geschaffen.

Polnisches Ehrenmal in Hohen Neuendorf
Polnisches Ehrenmal in Hohen Neuendorf

Polnisches Ehrenmal in Hohen Neuendorf
Polnisches Ehrenmal in Hohen Neuendorf

Es gibt ein weiteres Denkmal für die Division auf dem Powązki-Militärfriedhof in Warschau.

Friedenseiche

Hinter dem Denkmal steht eine Roteiche, die dort am 8. Oktober 2010 gepflanzt wurde. Der Baum ist ein Geschenk der polnischen Partnergemeinde von Hohen Neuendorf, Janów Podlaski.

Der Baum wurde anlässlich der 15-jährigen Partnerschaft der beiden Gemeinden gespendet. Diese Partnerschaft wurde am 5. Oktober 1995 initiert. Im Schatten der Eiche steht eine Hinweistafel die in deutscher und polnischer Sprache auf die Details des gepflanzten Baumes hinweist.

Friedenseiche hinter dem polnischen Ehrenmal
Friedenseiche hinter dem polnischen Ehrenmal

Die Partnergemeinde befindet sich im östlichen Teil Polens, kurz vor der Grenze zu Weißrussland. Der Ort ist durch seine Pferdezucht bekannt.

1. Polnische Infanteriedivision „Tadeusz Kościuszko“

Die 1. Polnische Infanteriedivision „Tadeusz Kościuszko“ (1. Warszawska Dywizja Piechoty) war ein Großverband im Zweiten Weltkrieg. Der Verband wurde 1943 von Oberst Zygmunt Berling auf Befehl von Stalin aufgestellt und bestand aus polnischen Soldaten. Die Offiziersränge wurden jedoch von Personal der Sowjetarmee besetzt. Der Name der Division bezieht sich auf den polnischen Nationalhelden „Tadeusz Kościuszko“.

Die Division wurde an verschiedenen Kriegsschauplätzen an der Ostfront eingesetzt. Ende April rückte der Verband Richtung Oranienburg vor, nahm am 22. April 1945 die Stadt Hohen Neuendorf ein und war danach an weiteren Kämpfen in und um Berlin beteiligt.

Aus dieser Infanteriedivision entstand später die Polnische Volksarmee.

Bei den Kämpfen um Berlin verlor die Division 2.300 Soldaten und hatte rund 8.000 Verwundete. In Hohen Neuendorf wurden die Gefallenen zuerst in der Ernastraße begraben und später auf dem Friedhof Hohen Neuendorf umgesetzt.

Tadeusz Kościuszko

Tadeusz Kościuszko (mit vollem Namen Andrzej Tadeusz Bonawentura Kościuszko) wurde 1746 in Mereczowszczyzna im damaligen Polen (heute Weißrussland) geboren.

Er diente zuerst in der polnischen Armee, während dieser Zeit absolvierte er ein Studium in Warschau und Paris. Ab 1776 diente er in der amerikanischen Kontinentalarmee und nahm an der Amerikanischen Revolution (Unabhängigkeitskrieg) teil.

1784 kehrte er nach Polen zurück und trat dort in die königliche Armee ein. 1792 nahm er am Russisch-Polnischen Krieg teil, 1794 führte er den Kościuszko-Aufstand an. Dabei besiegte seine Armee in der Schlacht bei Racławice die militärisch überlegenen Russen, was ihm eine große symbolische Bedeutung und den Status eines Nationalhelden in Polen einbrachte.

Nach einer Gefangennahme durch die Russen und einer zweijährigen Haft ging er bis 1798 wieder in die Vereinigten Staaten. Weitere Stationen in seinem Leben waren Frankreich sowie die Schweiz. Dort starb er 1817, sein Leichnam wurde später nach Krakau überführt und dort in der Königsgruft der Wawel-Kathedrale beigesetzt.

Walther von der Vogelweide

Gegenüber vom Ehrenmal, zwischen der Käthe-Kollwitz-Straße und der Clara-Zetkin-Straße, befindet sich ein Gedenkstein für den deutschen Lyriker Walther von der Vogelweide. Dieser lebte von ungefähr 1170 bis ungefähr 1230. Zu seinen umfangreichen Werken in mittelhochdeutscher Sprache zählen sein „Minnesang“, der „Ottenton“, „Under der linden“ oder der „Unmutston“.

Der Gedenkstein wurde 1930 vom Männerchor Hohen Neuendorf errichtet,

Gedenkstein für Walther von der Vogelweide
Gedenkstein für Walther von der Vogelweide

Weitere Informationen

Fotos

Alle Fotos von Andreas Scherbaum.


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Land/Region: Deutschland  / Hohen Neuendorf  Brandenburg 
Adresse: Käthe-Kollwitz-Straße / Helenestraße, 16540 Hohen Neuendorf, Deutschland
Koordinate: 52.6722330, 13.2914509, öffne diese Koordinate in:
Da ist ein Geocache (GC6CMJ4) in der Nähe.
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